Umfinanzierung!Unter
einer Umfinanzierung versteht man das Zusammenlegen verschiedener Kredite in
einem neuen Kreditvertrag. Das hört sich erst einmal ganz einfach an, ist in
vielen Fällen aber dennoch mit Haken und Ösen versehen die vor allem dann
auftreten, wenn eine aktuelle Finanzierung in unterschiedliche Darlehen
aufgeteilt ist, für die jeweils individuelle Zinsbindungsfristen gelten.
Man
sollte also darauf achten, wie die eigene Finanzierung ausgerichtet ist und wann
die Zinsbindungsfrist dafür ausläuft. Dabei kommt es außerdem darauf an wie
die Finanzierungen im einzelnen gestrickt sind und wann sich die aktuelle
Zinsbindung dem Ende neigt.
Je
nachdem wann dies der Fall ist, bestehen bei einer Umfinanzierung verschiedene
Möglichkeiten. Dabei ist nicht zuletzt darauf zu achten, inwiefern man bei
einer solchen Umfinanzierung besser oder gar schlechter abschneidet.
Endet
die Zinsbindung ihres Kredites kurzfristig, ist man durch das knappe Zeitfenster
zur Eile aufgerufen. Da mit dem Auslaufen der Zinsbindung nicht automatisch auch
der Darlehensvertrag endete, sollte man sich diesbezüglich mit den
Kündigungsfristen der laufenden Finanzierungen auskennen. Es ist also mit
Nachdruck anzuraten, dass man bei einer bald auslaufenden Zinsbindung
schnellstmöglich eine kostengünstige Umfinanzierung in Angriff nimmt.
Sollte
die Zinsbindung ihres Kredites mittelfristig (circa 9-12 Monate) auslaufen,
können sie die Planung für eine ansprechende Umfinanzierung natürlich mit
entschieden mehr Ruhe angehen. Sie haben dann die Möglichkeit nach Banken
Ausschau zu halten, die für den angegebenen Zeitraum auf so genannte
Bereitstellungszinsen verzichten. Sollten Sie bei ihrer Suche erfolgreich sein,
ist das so gut wie immer mit einem sofortigen Beginn der Zinsfestschreibung
verbunden, die dann zur vereinbarten Laufzeit ausläuft. Bei normalen Forward
Darlehen ist es dagegen üblich, das die Zinsbindung erst zum Zeitpunkt der
Auszahlung beginnt.
Um
einiges problemloser gestaltet sich in die Suche nach einem, für eine
Umfinanzierung geeigneten Forward Darlehen dann, wenn Ihre Zinsbindung in einem
Zeitraum von 12- bis maximal 60 Monaten ausläuft. In dieser Situation nehmen
Sie ein Darlehen auf das bis zur festgesetzten Umfinanzierung für sie
bereitgestellt wird und müssen bis zu diesem Termin weder Zinsen noch andere
Kosten zahlen. In den meisten Fällen kümmert sich hier sogar der neue
Kreditgeber (durch Ablösung des vorangegangenen Geldinstituts etc.) um alle
Formalitäten.
Über
einen Zeitraum von mehr als 60 Monaten Vorlaufzeit ist eine Umfinanzierung über
ein Forward Darlehen nicht möglich. UmschuldungEine
Umschuldung (auch Umfinanzierung genannt) ist in den meisten Fällen eine
Neustrukturierung bereits bestehender, aktueller Darlehen zu einer
übersichtlicheren Einzelfinanzierung. Ein Ansammeln mehrerer Kredite kann zum
Beispiel dann zustandekommen, wenn man durch verschiedene Lebensumstände
mehrfach dazu gezwungen wurde, auch kurzfristig auf Finanzierungen oder
Ratenkredite zuzugreifen. Dazu gehört auch das Einbeziehen eines aus dem Ruder
gelaufenen Dispositionskredites in eine Umschuldung.
Eine
solche Umschuldung scheint vom Prinzip her eine rundum gute Sache zu sein,
bekommt man doch auf diese Art und Weise alle laufenden Finanzierungen unter
einen Deckel und somit eine bessere und übersichtlichere Struktur in den
eigenen Haushaltsplan. Gerade im Fall eines Kontokorrentkredits
(Dispositionskredits), der durch die hohen Überziehungszinsen für einen nicht
unerheblichen finanziellen Druck sorgen kann, ist eine Umschuldung wirklich
sinnvoll.
Doch
diese spezielle Art der Kontobereinigung ist auch schon einer der wenigen
Ausnahmefälle bei dem sich eine Umschuldung wirklich lohnt. Es gibt Banken die
sich darauf spezialisiert haben, ihren Kunden, für die bereits Kredite
existieren, schon bei Antragstellung eines weiteren Darlehens das Zusammenlegen
sämtlicher Kredite in einer neuen Gesamtfinanzierung anzubieten.
Dem
potentiellen Kunden werden bei solchen Gesprächen natürlich nur die Vorteile
angepriesen. So wird zum Beispiel damit geworben, dass man durch die angebotene
Umschuldung seine Finanzen übersichtlicher gestaltet und somit wieder besser in
den Griff bekommt. Die Tatsache, dass mit jedem neuen Kreditvertrag und den
damit verbundenen Dienstleistungen auch immer wieder hohe Bearbeitungsgebühren
und eventuelle Provisionszahlungen für den Berater anfallen, wird dem Kunden
dagegen nur zu gerne verschwiegen.
Rechnet
man diese Kosten mit in die Umschuldung ein und teilt man die Gesamtsumme
anschließend durch die Anzahl der Monatsraten, dann wird einem sehr schnell
auffallen, dass die tatsächlichen Raten oftmals höher liegen als die Summe
aller Ratenzahlungen der wenigen Einzelkredite insgesamt.
Doch
bis dem Kunden dieser Umstand bewusst wird, was nur sehr selten der Fall ist,
ist es für einen schriftlichen Widerruf oft zu spät. Meist ist die Bank auf
Nachfragen des Kunden dann nur noch dazu bereit, die Kreditlaufzeit zu
verlängern, was letztlich dazu führt, dass der Kredit durch die längeren
Zinszahlungen noch teurer wird.
Sollte
man in eine solche Umschuldungsfalle getappt sein, dann ist man gut damit
beraten, schon bei den ersten auftretenden Zahlungsschwierigkeiten auf die Bank
zuzugehen, in den „sauren Apfel“ zu beißen und nach einer Verlängerung der
Kreditlaufzeit sowie den damit verbundenen niedrigeren Darlehensraten zu fragen.
Auf diese Weise erhöht sich zwar die Gesamtsumme des Kreditbetrags aber man
läuft nicht Gefahr seinen Ratenzahlungsverpflichtungen nicht mehr nachzukommen.
Sollte
dies geschehen, dann ist es durchaus möglich dass die Bank den Kredit kündigt
und ihn anschließend zur sofortigen Zahlung fällig stellt. Bedauerlicherweise
ist bei einer genehmigten Absenkung der Darlehensraten und der damit verbundenen
Verlängerung der Kreditlaufzeit oftmals auch eine Bearbeitungsgebühr zu
entrichten, an der die Bank ein weiteres Mal ordentlich verdient. Wenn am Ende
trotzdem der der schlimmste Fall eintritt und der Kredit gekündigt wird, kann
er vom Kreditnehmer im Prinzip wieder nur durch eine Umschuldung über einen
anderen Kreditgeber bezahlt werden. Somit geht das Spiel von vorne los und es
kann ganz schnell geschehen dass man von Umschuldung zu Umschuldung hastet und
am Ende dieses Teufelskreises sogar in der Privatinsolvenz endet.
Es
bleibt also festzustellen, dass sich eine Umschuldung nur dann wirklich lohnt,
wenn das Umfinanzierungsangebot keinen finanziellen Mehraufwand für den
Kreditnehmer bedeutet. Immer dann, wenn Banken und Kreditinstitute offensiv auf
Sie zugehen und mit einer problemlosen und schnellen Zusammenlegung ihrer
einzelnen Kredite in Form einer Umschuldung werben, ist besondere Obacht
geboten. Nehmen Sie sich dann unbedingt die Zeit und prüfen Sie den Ist-Zustand
ihrer aktuell laufenden Kredite mit dem Umschuldungsangebot der Bank auf das
genaueste. Die Mühe lohnt sich alle Mal und kann Ihnen am Ende neben viel Geld
auch viel Zeit und Nerven ersparen. UmschuldenMit
dem Begriff Umschulden ist von der Sache her nichts anderes gemeint als eine
Umfinanzierung oder auch Umschuldung. Dennoch gibt es auch an dieser Stelle
ausreichend Anlass das Thema nochmals zu vertiefen. Das Umschulden über einen
seriösen Kreditgeber kann nämlich durchaus auch positive Auswirkungen auf die
finanzielle Situation des Antragstellers haben. Dabei spielt es jedoch eine
entscheidende Rolle um was es sich für einen Kredit handelt und wie dieser
umfinanziert werden soll.
Bei
der Finanzierung von Baukrediten (Eigenheim, Büro- und Geschäftsgebäude etc.)
wird in den meisten Fällen, aus Mangel an Eigenkapital, ein Baudarlehen bei
einer Bank oder anderen Kreditinstituten beantragt. Ist alles abgesegnet und das
Projekt in arbeit, wird die Kreditsumme anschließend und in aller Regel von den
Bauherren über die vereinbarten Ratenzahlungen getilgt.
Die
Zinsbindung der Primärfinanzierung läuft jedoch irgendwann aus und so ist es
ratsam, sich schon beizeiten nach einer lukrativen Umfinanzierung umzuschauen.
Das Umschulden eines solchen Baukredits kann zu einer durchaus lohnenswerten
Angelegenheit für den Kreditnehmer werden. So ist es zum Beispiel möglich,
dass die veralteten Zinssätze im aktuellen Zeitraum deutlich günstiger sind
und dem Finanzierungsnehmer dadurch zum Vorteil gereichen können.
Auch
kann die Bank, über welche die aktuelle Finanzierung läuft, durch die
wirtschaftliche Situation und die Zuverlässigkeit des Kunden, ein großes
Interesse an einer partnerschaftlichen Kundenbindung über die alte Finanzierung
hinaus haben. Dann befindet man sich natürlich in einer besseren
Verhandlungsposition und kann mit dementsprechend besseren Kreditkonditionen
rechnen.
Es
ist sehr deutlich geworden, dass ein Umschulden (Umfinanzierung, Umschuldung)
ein äußerst facettenreiches Gebiet innerhalb der Kreditwirtschaft darstellt,
dass wenn man es richtig anstellt, mit spürbaren Verbesserungen für den
Finanzierungsnehmer verbunden sein kann. Da das Pendel jedoch auch ganz schnell
in die andere Richtung ausschlagen kann, ist noch einmal darauf hinzuweisen,
diesem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.
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